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Partnerschaft mit der Gemeinde Monteprandone

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eit 2010 ist Kumhausen mit der Gemeinde Monteprandonen in den Marken befreundet. Grundlage ist die wirtschaftliche und freundschaftliche Verbindung zwischen dem Weinhändler Fritz Danner und dem Monteprandoner Weinbauern Marino De Angelis, die seit 14 Jahren Geschäftspartner sind.

Die Gemeinde Monteprandone liegt in der Provinz Ascoli Piceno in den Marken. Sie hat etwa 12 000 Einwohner. Ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1039 zurück.

Der historische Ortskern liegt auf den äußersten Ausläufern des Apennins, etwa sechs Kilometer von der Adria entfernt. Im neueren Gemeindeteil „Centobuchi“ ist auch das Industriegebiet angesiedelt. Dort befindet sich zahlreiches, produzierendes Gewerbe.

Die Gemeinde genießt historische Bedeutung. Der Heilige San Giacomo della Marca ist dort geboren worden. Er gelangte im mittelalterlichen Italien zu Berühmtheit, indem er eine allgemeingültige Grundlage für die Rechtsprechung schaffte. Im Franziskanerkloster Santa Maria delle Grazie gibt es eine Ausstellung über den Heiligen.
Jedes Jahr am 28. November feiert die Gemeinde das Andenken an den Heiligen.

Im Januar 2013 hat sich in Kumhausen eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel gegründet, die Freundschaft zu vertiefen und die Vereine und Bürger der beiden Gemeinden einander näher zu bringen. 
Grundlage dafür war der Antrittsbesuch des Kumhausener Bürgermeisters Thomas Huber im Oktober 2012. Zur Landshuter Hochzeit war zum ersten Mal eine große Gruppe aus Monteprandone zu Besuch und zum ersten Mal haben sich die Italiener und die Deutschen näher kennen gelernt.


Am 04. Oktober 2014 war es dann soweit:

Der Kumhausener Bürgermeister Thomas Huber und Stefano Stracci, Bürgermeister der Gemeinde Monteprandone, haben die Städtepartnerschaft unterzeichnet.

Damit hat Kumhausen nach Tworòg eine zweite Partnergemeinde.

Gefeiert wurde das bei ausgelassener Musik und Tanz. Die Feierlichkeiten starteten in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Preisenberg, in der Pfarrer Alexander Blei gemeinsam mit den Gemeinden für eine fruchtbare Freundschaft betete und den europäischen Gedanken wachrief. In einer feierlichen Prozession wanderten dann die Bürgermeister, gefolgt von den Gemeindefahnen zum Rathaus, wo Blasmusik schon auf die Zeremonie einstimmte. Durch die führten Sabine Oberpriller und Elisabeth Bliersbach in einem zweisprachigen Dialog – Sabine Oberpriller auf Deutsch, Elisabeth Bliersbach auf Italienisch – der trotzdem keine Fragen offen ließ.

Bürgermeister Stefano Stracci formulierte in seiner Rede einige Ideen und Projekte, die künftig die Gemeinden gemeinsam unternehmen sollen. Er schloss nahezu alle Bereiche darin ein: Jugend, Kultur, Umwelt und Wirtschaft. Der Monteprandoner Gemeinderatsvorsitzende Pacifico Malavolta erinnerte daran, dass die Freundschaft und der Austausch zwischen den Deutschen und Italienern der Gemeinden schon in den sechziger Jahren begonnen hätten, als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen.

Thomas Huber erinnerte an die Entstehung der Freundschaft zwischen den Gemeinden, die von den Familien Danner, De Angelis und Mandozzi vorangetrieben wurde. Thomas Huber mahnte aber auch: „Die Städtepartnerschaft ist nicht nur eine Freude, sie bringt auch Verpflichtungen mit sich und muss mit Leben gefüllt werden.“

Die Kumhausener Organisationsgruppe Amici Monteprandone hat sich um das Rahmenprogramm gekümmert und unter anderem auch einen jungen Apfelbaum besorgt. Er ist symbolischer Hoffnungsträger. In einer kleinen Aktion durften die rund 100 anwesenden deutschen und italienischen Gemeindevertreter, Bürgerinnen und Bürger ihre Zukunftswünsche an die Zweige hängen. Nächstes Frühjahr wird der Baum an einer zugänglichen Stelle eingepflanzt. Unterzeichnet haben die beiden Bürgermeister schließlich zwei Urkunden. Die eine enthält den auf der Ebene der europäischen Union gängigen Sprachlaut, die andere ist von den beiden Gemeinden selbst formuliert und fasst die persönliche und herzliche Verbindung zusammen. Zur Würdigung der Unterzeichnung sang der Chor „Zwischentöne“ die europäische Hymne.

Dann begaben sich die Gäste, in der einen Hand ein Glas Sekt – natürlich aus Monteprandone – in der anderen einen Luftballon, vor das Rathaus, um gemeinsam die bunten Ballone in den blauen Himmel steigen zu lassen und mit einem „Evviva“ auf die Partnerschaft anzustoßen. Im Anschluss hatten die Italiener Gelegenheit, zu beweisen, dass sie die Meister im Feiern sind. Sie brachten die D’Vilstaler Blasmusiker ordentlich in Schwung. Die aber, genau wie die Kumhausener, standen ihnen in Nichts nach und gaben ordentlich Gas. Bis spät in der Nacht war jeder schwindelig getanzt und heiser gesungen, und das Bierfass war leer getrunken.
Kumhausen – Monteprandone: Evviva! 

Email-Kontakt:      amici@monteprandone.de

 



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